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DazugeHören – wollen und können

Vor einigen Jahren schrieb ich den Artikel „DazugeHÖREN – wohin bloß?„.

Darin sind einige Beispiele angeführt aus denen ersichtlich ist, was es in gesellschaftlicher Hinsicht bedeutet, nicht mehr so gut zu hören und dadurch auch weniger an der Gemeinschaft des Augenblicks teilnehmen zu können. Immer wieder einmal – wenn ich kein einziges Wort verstehe – achte ich bewusst auf die Reaktionen der anderen und mache sie nach. Alle Situationen eignen sich halt nicht dazu offen darzulegen, dass ich nichts verstanden habe.

Dieses Ausgeschlossensein aus der Gemeinschaft des Augenblicks, erlebe ich sobald ich mit anderen Menschen zusammen treffe – umso mehr Personen, umso weniger kann ich mithalten. So ist es. Manchmal schmerzt mich das und dann ist wieder die Akzeptanz dessen, was möglich ist, vordergründig.

Was ich auf jeden Fall meist immer noch betreibe ist das Vermeiden von gesellschaftlichen Anlässen mit mehr als vier Personen und vor allem lautere oder geräuschkulissenreiche Umgebungen. Gesellschaftliche Teilhabe kostet mir mitunter sehr viel Energie – diese ist begrenzt und will sehr bewusst eingesetzt werden.

Der Welt der hörbehinderten oder gehörlosen Menschen fühle ich mich auch heute noch nicht zugehörig, wobei ich der Typ Mensch bin, der sich ohnedies keinen Gruppen zugehörig fühlt und fühlen möchte, maximal über Facebook zum Interessensaustausch und zur Erkenntnisgewinnung.

Was sich auf jeden Fall verändert hat: Ich interessiere mich mehr für Menschen, die ebenso beeinträchtigt sind oder halt vom Leben aufgefordert worden sind ein wenig tiefer zu blicken. So genieße ich neuerdings die Kommunikation mit einer Frau, die über den Austausch eines Hobbys, nämlich dem Sammeln von Füllfederhalter, in mein Leben getreten ist. Ich mag ihre Präsenz, ihre Empathie und die Bereitschaft, sich ungeschminkt zu zeigen, sprich authentisch zu sein. Der Austausch ist mir wertvoll.

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Sechster Jahrestag

Ich finde es nett, dass mir WordPress zum sechsten Jahrestag gratuliert.


Dankbar bin ich dafür, dass es diese Software gibt, die mir diesen Blog hier ermöglicht. Mal sehen, wie es weiter geht mit dem Schreiben hier. Was die Krankheit und Hörbehinderung betrifft, habe ich ja weniger Neues mitzuteilen. In Bezug auf die dunklen Seiten, die mir der Meniere diesen Sommer gezeigt hat, bin ich auch froh darüber. Aufgerufen wird der Blog mehr denn je und auch dafür bin ich dankbar. Möge er anderen Hilfesuchenden die eine oder andere hilfreiche Anregung zur Verfügung stellen. Meine LeserInnen und vor allem meinen treuen KommentatorInnen (1.294 Kommentar zu 561 Beiträgen) möchte ich an dieser Stelle für den Austausch danken, der mir sehr wertvoll ist. Schön, dass es euch gibt!
Susanne

 

Unglaublich & Achtung

Meine Sprache hat sich verändert. Ich hätte gerne eine schier „unglaubliche Achtung“ im Sinne von Achtsamkeit im Umgang mit allem. Klingt nach Buddahnatur und davon bin ich gefühlt sehr, sehr, sehr weit entfernt.

Nein es sind zwei Wörter, die ich auffallend häufig verwende – seit meinem Umfallen aus dem Nichts, aus dem völligen Wohlbefinden heraus, im Bruchteil einer Sekunde ohne mich abstützen zu können und der unsanften Landung direkt am Kopf. Aber auch nach dem unmittelbar danach stattfindenden, schmerzhaften Verfall meines Vaters von einem mit seinen fast 80 Jahren immer noch starken Mann innerhalb von einigen Tagen  zu einem sehr, sehr schwachen zusammengefallen wirkenden Mann und nach so einigen anderen einwirkenden Belastungen.

Den Begriff Achtung verwende ich häufig als Signalwort einer Warnung. Lieber wäre mir die Verwendung im Sinne von Aufmerksamkeit und Respekt, als Gefühl der Hochschätzung. So ist es aber nicht.

Eine mir unbewusste Warnung, ein „Achtung“ habe ich gewiss vor dem Sturz gehabt, denn ich habe zum ersten Mal und gegen den Willen meiner Mitwalkenden den Weg geändert und hatte das große Glück auf einer sehr ebenen Wiese zu landen. Ansonsten wäre es der Asphalt gewesen.

„Unglaublich“ ist gerade sehr vieles, gefühlt fast alles, was da so abläuft in meinem Leben. Nicht alles, was ich „unglaublich“ nenne, ist in der Tat auch unglaublich. Oftmals passt das Wort überhaupt nicht. „Unglaublich“ im Sinne von „das kann doch nicht wahr sein“ erlebe ich das unkontrollierbare, angstmachende Gewesene und mein derzeitiges Sein, mein derzeitiges Empfinden, meinen derzeitigen Zustand. Man sieht mir das auch an, wenn ich nicht gerade lächle.

Ich funktioniere auch unglaublicherweise recht gut und hoffe auf unglaublichen Wandel und unglaublich gute Zeiten…..

Zumindest der Urlaub kommt bald. Ich kann ihn gut brauchen.

UPDATE:
Vielleicht bleibt mir auch das „unglaublich“ und das Gewesene lässt sich nicht über glauben und verstehen lösen … vielleicht nur über loslassen, anvertrauen, annehmen – das unverlässliche, unkontrollierbare im Leben, wie es sich im Moment zeigt …

… und im Loslassen wieder das aufs Neue entdecken und spüren, das trägt in allem, trotz allem, durch alles, in alles hinein …

Klingt nach einem Weg, der mir derzeit noch zumindest temporär im Verborgenen liegt. Zur Zeit des Schreibens vom letzten Artikel war ich dem näher.

L(i)ebe und verstehe

Als Jugendliche schrieb ich auf viele meiner Schulsachen „lebe und verstehe“ oder „liebe und verstehe“. Was es nun wirklich war, macht wohl keinen Unterschied.

Der Satz fiel mir wieder ein, als ich heute folgendes Zitat las:

Ich betrachte die große Masse meiner Landsleute wirklich mit tiefem Mitleid: Sie lesen die Zeitungen und leben und sterben in dem Glauben, sie hätten etwas von dem erfahren, was zu ihren Lebzeiten auf der Welt geschah. (Thomas Jefferson)

Dazu passen auch das Lied „Testament“ von Sarah Lesch sowie ein Artikel von Michel Reimon, den ich heute gelesen habe, in dem er erläutert, dass der öffentliche Diskurs in den westlichen Demokratien seit mindestens zwei Jahrzehnten in Richtung Abstiegsangst geführt wird, obwohl in den letzten 45 Jahren, Österreichs Wirtschaft 42 mal gewachsen ist.

Nun aber zurück zu mir.

Durch mein ungebremstes Fallen auf den Kopf, im Bruchteil einer Sekunde aus völligem Wohlbefinden heraus ist mir etwas ins Bewusstsein gerückt und hat mich ganz tief spüren lassen, was uns alle betrifft: nämlich dass wir keine Sicherheit haben, die nächste Stunde noch zu erleben (oder unversehrt zu erleben). Punkt.

Das kann ich momentan nicht verdrängen und zudem will ich es auch nicht, denn das Thema ist existentiell berührend.

Mich beschäftigt demnach die Frage, wie ich den gegenwärtigen Augenblick bestmöglich erl(i)ebe. Dabei begreife ich in einer anderen Tiefe die Begriffe „Begrenztheit“, oder „Endlichkeit“ von wem oder was auch immer, denn so vieles ist endlich.

Die Beschäftigung mit dem Thema hat eine Reihe von Auswirkungen:

Ich erfreue mich über die gemeinsame Zeit mit Menschen, die ich liebe. Ich merke die Unterschiede in Beziehungen intensiver.

Es gibt vermehrt Augenblicke in Kontakten mit anderen Menschen, in denen ich eine tiefe Liebe und Dankbarkeit fürs Miteinander und auch Glück verspüre.

Ich versuche klein zu halten, was nicht wert ist größer gemacht zu werden, wie eine als Kränkung erlebte Handlung von einer anderen Person. (Es sind ja oftmals die Gedanken, basierend auf den eigenen Defiziten, die eine Handlung zur Kränkung  machen, sie schmerzhaft erleben lassen.)

In Konflikten bin ich (demzufolge) zurückhaltender.

Ich merke auch, dass ich vermehrt anderen Menschen, eine Freude bereite, wenn es für mich stimmig ist. Das, was ich tue, ist nicht mehr so wichtig, wie das, wie ich etwas tue.

Ich schweige mehr und liebe es zur Ruhe zu kommen.

Zu alldem passen doch die Worte „l(i)ebe und verstehe“ wunderbar – nicht wahr?
Es gibt noch so viel zu entdecken, was verstanden werden will …
Es gibt noch so viel mit dem Herz zu erspüren, was geliebt werden will …
Es gilt noch so vielem mit Hingabe zu begegnen, was gelebt werden will …

Abschließend möchte ich noch auf ein kurzes Video von Vera F. Birkenbihl verweisen, das sich dem Thema, was würdest du tun, wenn du morgen sterben würdest, widmet.

Nichts-Tun 

Ich finde derzeit wenige Worte für das Außen. Darum seht mir bitte nach, dass die letzten Kommentare noch unbeantwortet sind. 

Im Inneren kreisen mitunter die Gedanken ein wenig zwischen dunkel und hoffnungsvoll. Die Arztbesprechungen der letzten Tage führen mir meine Realität immer wieder vor Augen. Ich erlebe sie als schmerzhaft. Der Primar hier auf der HNO-Abteilung ist davon überzeugt, dass es Tumarkin-Attacken sind. D.h. umfallen aus dem Nichts, ohne mich abstützen zu können. Er ist sehr erfahren und kennt bloß rd. 5 Morbus Meniere-PatientInnen, bei denen auch eine oder viele dieser Tumarkin-Attacken aufgetreten sind. Das trifft sich mit meiner Wahrnehmung aus dem Kontakt mit anderen an Meniere Erkrankten. Auch der Arzt nährte meine Bilder, indem er von schweren Verletzungen und dem Tragen eines Sturzhelmes sprach. Ich mag diese Bilder nicht. Das Aufplatzen des Kopfes von einem Radfahrer ein paar Jahre zuvor habe ich ohnedies noch sehr präsent in mir – visuell und akustisch. Punkt.

Ansonsten gebe ich mich dem Nichts-Tun hin. Im Krankenhaus- das ich heute verlassen werde – ist das ja recht einfach. Es gibt hier keinerlei Anforderungen an mich. Ich muss mich nur zum Tisch setzen und essen, mich waschen, Besuch, auf den ich mich freue, empfangen und das war es dann auch wieder. Neben den mitunter kreisenden Gedanken, lasse ich die dazugehörigen Gefühle zu und die restliche Zeit tue ich nichts. Das braucht es gerade. 

Ich brauche (gefühlt unendlich viel) Ruhe und Zeit – auch um zu erfassen was war und die Auswirkungen auf die nächste Zeit in meinem Leben… mir fehlen die richtigen Worte. 

Ich mag nicht nach Ihnen suchen und gebe mich wieder dem Nichts-Tun hin.

Leben und Tod 

Mich treffen Erinnerungen / Flashbacks. Zudem kann ich auf die Sekunde losheulen, wenn ich z.B. ein Fahrrad sehe und mir unmittelbar in den Sinn kommt, dass ich auf meines nicht mehr raufsteigen werde – wie lange auch immer.

In diesem Zustand beschäftigt mich die Verarbeitung des Gewesenen.

Heute ist mir noch deutlicher bewusst geworden, dass ich Angst habe, Angst zu sterben.
Als ich mich z.B. heute von meiner Freundin verabschiedet habe, war da sehr deutlich die Angst spürbar, dass dies unser letztes Zusammentreffen sein könnte.

Um einen oder vielleicht ein paar Schritte weiter zu kommen, habe ich ein wenig in meinem Blog zu den Themen Angst und Annehmen nachgelesen.

Dabei machte ich die Erkenntnis, dass diesmal das Vorstellen eines Worst-Case-Szenarios – wie beim Menière – nicht so gut funktioniert, denn die Angst heißt nun nicht mehr wie eine völlig Betrunkene irgendwo zu sitzen / liegen und mich dabe fortwährend zu übergebend, das alles  vielleicht sogar noch mit voller Hose sondern bei vollem Bewusstsein mit dem Kopf auf Asphalt zu knallen und daran zu sterben. Ich habe das schon einmal gehört und seitdem diese Situation, dieses Geräusch in mir. D.h. es geht um das Annehmen des Todes…. und das ist fordernd….

Vermutlich geht es auch um das Annehmen / Gestalten des Lebens, das mir bleibt. Es kann ja auch noch viele Jahre fortdauern.

Weitere mögliche Bewältigungsstrategien sind:

  • Verdrängen – beim Gehen ohne Anhalten ist dies wohl gepaart mit Mut erforderlich.
  • Die Bewusstheit, dass ich es ohnedies nicht ändern kann, sollte es passieren.
  • Vertauen auf den Schutz(engel), der mich bisher immer begleitet hat.

Diese Bewältigungsstrategien stammen aus der Beobachtung / Erfahrung und sind im Moment noch eher kopfgesteuert und lassen sich auch nur zum Teil umsetzen, allen voran das Verdrängen beim Gehen.

Was es gewiss auch noch braucht ist das Fühlen von Gefühlen.

Wofür ich zudem gesorgt habe, ist ein Gespräch mit jemanden, der oder die hoffentlich Erfahrung/Wissen im Umgang mit Traumata und der Bewältigung derselben hat. Selber dazu zu recherchieren scheint mir im Moment nicht der richtige Weg zu sein, da diese Herangehensweise zu kognitiv gesteuert ist und dabei emotionale Aspekte nicht den Raum bekommen, den ich für wichtig erachte.

Mein Albtraum 

Er ist passiert!
Bislang vermutete ich nur, dass ich bei diesen Schlagattacken (Tumarkin?) umfallen würde. Nun ist es Gewissheit. 

Aber zurück zum Anfang: beinahe jeden Tag bin ich in den letzten Wochen frühmorgens walken gegangen. So auch vorgestern. Eines war anders an diesem Tag: ich habe das Bedürfnis gehabt, ein wenig weiter zu gehen und bin nicht die asphaltierte Straße zurück gegangen sondern auf einem Wiesenweg. Diese Entscheidung gegen den Wunsch meiner Walkingpartnerin – was eher weniger typisch für mich ist – war ein großes Glück, wie sich einige Minuten später herausgestellt hat.

Ich bin schon ein Stückchen des Weges gegangen, als alles sehr schnell ging. Im Bruchteil einer Sekunde bekam ich einen schlagartigen Drehschwindel, sah die Füße in der Luft und hörte es knacksen als der Kopf hart auf den Boden aufschlug.

Ich schrie laut um Hilfe, in der Hoffnung, dass mich jemand hört. Dann merkte ich, dass es umsonst war und begann laut zu weinen, verzweifelt zu weinen. Ich griff auf den Kopf, um zu checken, ob ich blutete. Nein da war kein Blut. Nur Hitze und noch Schwindel. Kurz bekam ich die Panik, dass ich vielleicht gerade die letzten Minuten meines Lebens verbringen könnte. So alleine wollte ich nicht sterben. Irgendwann richtete ich mich im Sitzen auf, mir war schwindelig. Ich wußte, dass ich noch nicht aufstehen konnte. Nach einer Zeit war es möglich und ich ging – auf die Walkingstecken gestützt und in einer Schutzhaltung nach vorne gebeugt die max. 100 Meter bis zur Straße. An einem Begrenzungspfosten anhaltend, versuchte ich zu stoppen. Drei Autos fuhren vorbei. Ich ging die paar Schritte zu einem Haus im Rohbau. Davor stand ein Lieferwagen. Ich schrie und pochte an die Haustüre. Keine Reaktion. Dann ging ich zur Straße und versuchte wieder zwei Autos aufzuhalten. Beim zweiten, einem roten Lieferwagen, bat ich sogar mit zusammengeschlagenen Händen darum, mir zu helfen. Ich wusste, ich schaffe es nicht nach Hause, hatte wieder Angst zu sterben. Dann gab ich auf. Ich setzte mich neben die Straße, weinte bitterlich im Schock und Schmerz, weil mir niemand hilft. Ich dachte mir irgendwann wird mich jemand sehen und sich meiner erbarmen. Einige Autos fuhren vorbei. Irgendwann hörte ich ein Auto zurückschieben. Ein Mann stieg aus und half mir. Er brachte mich Heim bis vor die Haustüre. Da war es gut 6 Uhr morgens. Daheim wurde ich dann zum Hausarzt gebracht, der rief die Rettung und überwies mich in zwei Krankenhäuser. Ins erste zur Abklärung, ob nichts gebrochen und kein Blutgerinnsel zu sehen ist. Dort diagnostizierten sie eine Gehirnerschütterung und ein Peitschenschlagsyndrom. Dann wurde ich von der Rettung in ein neurologisches Krankenhaus gebracht. Das ganze dauerte bis 16:00! Dort angekommen war die Aufnahme gesperrt. Nach einer guten Stunde kam eine Neurologin, die mich untersuchte. Es gab nur ein Bett in der Schlaganfallabteilung mit Vollüberwachung. Diese Betten sind teuer und so wurden gestern alle erforderlichen neurologischen Untersuchungen sehr rasch durchgeführt. Heute noch ein Angio MRT. Bislang – und das ist sehr gut – mit gutem Ergebnis. Epilepsie kann definitiv ausgeschlossen werden. Die Halsschlagadern sind ohne Ablagerungen. Auch die Schilddrüsenwerte werden erhoben. Die Hörnervenleitgeschwindigkeit und die Messung des Hörnervs auf akustische Reize (Ausschluss Akustikusneurinom) wurden durchgeführt. Durch die Verlegung auf eine andere Station bin ich in Summe mit 5 verschiedenen Ärzten im Gespräch gewesen. Einer tippte auf vestibuläre Paroxysmie, diese kann nur von sehr erfahrenen Ärzten diagnostiziert werden und es scheinen Spezialfilter beim MRT erforderlich zu sein (?). Manche meinten es gehört ein Langzeit EKG gemacht, andere eine Blutdruckmessung über einen längeren Zeitraum und der Sinn von beiden diagnostischen Untersuchungen wurde auch von anderer Seite wieder in Frage gestellt. Also habe ich viele offene Fragezeichen, die Beobachtung, dass mein Blutdruck auf der Stroke-Abteilung tatsächlich massiv geschwankt ist (160:85 und 95:39) und die Unsicherheit, wem ich vertrauen bzw. auch welche Untersuchungen ich noch ambulant vornehmen lassen soll. 

Auf jeden Fall werde ich mir einen Termin bei meinem Meniere-Spezialisten ausmachen, um ihn zu fragen, ob er nicht noch etwas für mich tun kann. 

Wichtig, möglicherweise sogar überlebenswichtig, ist für mich die Ursache zu finden!

Der Schock sitzt tief und ich habe eine Angst in mir, dass es das nächste oder übernächste mal …..

Noch liege ich den ganzen Tag im Krankenhausbett und ich habe noch keine Ahnung, wie es ist, wenn ich da raus komme, nicht mehr liegend oder sitzend herumgeführt werde und wieder alleine gehen soll??? Siegen das Vertrauen und der Wille mein Leben frei zu leben? Welches Gefühl wird mit mir gehen? Muss ich das Geschehene verdrängen oder kann ich da was verarbeiten? Was macht es mit mir, wenn die Erfahrung mitgeht, dass es jederzeit wieder passieren kann? Das Einhängen bei einer Person wird einen Sturz nicht verhindern können. Zudem mag ich alleine gehen können!

Offen geschrieben: Ich bin traumatisiert und im Moment noch ratlos. Das Gute ist, dass mögliche Lösungswege noch wachsen dürfen.

Abschließend ist mir wichtig dezidiert festzuhalten, dass ich niemanden dazu motivieren möchte etwas zu tun, wo der oder die Leserin eine innere Grenze in Form von Unsicherheit, Besorgnis oder Angst spürt! Ich möchte vielmehr dazu motivieren diese sehr ernst zu nehmen!