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Unglaublich & Achtung

September 6, 2017

Meine Sprache hat sich verändert. Ich hätte gerne eine schier „unglaubliche Achtung“ im Sinne von Achtsamkeit im Umgang mit allem. Klingt nach Buddahnatur und davon bin ich gefühlt sehr, sehr, sehr weit entfernt.

Nein es sind zwei Wörter, die ich auffallend häufig verwende – seit meinem Umfallen aus dem Nichts, aus dem völligen Wohlbefinden heraus, im Bruchteil einer Sekunde ohne mich abstützen zu können und der unsanften Landung direkt am Kopf. Aber auch nach dem unmittelbar danach stattfindenden, schmerzhaften Verfall meines Vaters von einem mit seinen fast 80 Jahren immer noch starken Mann innerhalb von einigen Tagen  zu einem sehr, sehr schwachen zusammengefallen wirkenden Mann und nach so einigen anderen einwirkenden Belastungen.

Den Begriff Achtung verwende ich häufig als Signalwort einer Warnung. Lieber wäre mir die Verwendung im Sinne von Aufmerksamkeit und Respekt, als Gefühl der Hochschätzung. So ist es aber nicht.

Eine mir unbewusste Warnung, ein „Achtung“ habe ich gewiss vor dem Sturz gehabt, denn ich habe zum ersten Mal und gegen den Willen meiner Mitwalkenden den Weg geändert und hatte das große Glück auf einer sehr ebenen Wiese zu landen. Ansonsten wäre es der Asphalt gewesen.

„Unglaublich“ ist gerade sehr vieles, gefühlt fast alles, was da so abläuft in meinem Leben. Nicht alles, was ich „unglaublich“ nenne, ist in der Tat auch unglaublich. Oftmals passt das Wort überhaupt nicht. „Unglaublich“ im Sinne von „das kann doch nicht wahr sein“ erlebe ich das unkontrollierbare, angstmachende Gewesene und mein derzeitiges Sein, mein derzeitiges Empfinden, meinen derzeitigen Zustand. Man sieht mir das auch an, wenn ich nicht gerade lächle.

Ich funktioniere auch unglaublicherweise recht gut und hoffe auf unglaublichen Wandel und unglaublich gute Zeiten…..

Zumindest der Urlaub kommt bald. Ich kann ihn gut brauchen.

UPDATE:
Vielleicht bleibt mir auch das „unglaublich“ und das Gewesene lässt sich nicht über glauben und verstehen lösen … vielleicht nur über loslassen, anvertrauen, annehmen – das unverlässliche, unkontrollierbare im Leben, wie es sich im Moment zeigt …

… und im Loslassen wieder das aufs Neue entdecken und spüren, das trägt in allem, trotz allem, durch alles, in alles hinein …

Klingt nach einem Weg, der mir derzeit noch zumindest temporär im Verborgenen liegt. Zur Zeit des Schreibens vom letzten Artikel war ich dem näher.

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